Forschungsprojekte
Künste & Desinformation (SNF-Forschungsprojekt), 2022-2026
Wir beschäftigen uns seit 2014 mit der künstlerischen Analyse von Desinformation, mit den Künsten als Ziel von Desinformation, aber auch mit Agitation, Propaganda und Desinformation in den Künsten.
Projekt "Künste und Desinformation" (2022-2026)
Abgeschlossene Drittmittelprojekte
Die Schweiz & der Polnische Nationalstaat: Handschriftliches Erbe mitteleuropäischer slavischer Sprachen in der Schweiz (Stiftung Empiris), 2024-2025
Das Polenmuseum Rapperswil hat neben den Beständen internierter Polen in der Schweiz der 1930-er/1940-er Jahre, auch ältere Handschriften 16.-19. Jahrhundert aus Polen-Litauen und Polen unter der Besatzung des Russischen Zarenreichs.
Bis jetzt bleiben die Handschriften von der Wissenschaft weitestgehend unerschlossen. Vor allem aber die ruthenischen Manuskripte spielen wieder eine politische Rolle, da sie von einer vom Russischen unabhängigen Entwicklung des Ukrainischen und Belarusischen zeugen und das auf dem Schweizer Boden. Nach Schätzungen des Museums befinden sich rund 27.000 handschriftliche und gedruckte Zeitzeugnisse auf Polnisch, Ruthenisch, Russisch, Deutsch etc. in ihren Beständen.
In dem Projekt soll die erste Stichprobe erschlossen und ihr historischer, linguistischer und politischer Wert bestimmt werden.
(Un-)Recht Inszenieren. Weltpremiere von Nikolaj Evreinovs "Schritte der Nemesis" (SNF-Forschungsprojekt), 2020-2022
Das SNF-Forschungsprojekt (Agora) rund um Nikolaj Evreinovs Theaterstück "Die Schritte der Nemesis. Dramatische Chronik aus dem Parteileben der UdSSR (1936-1938) in 6 Bildern" hat dieses in Vergessenheit geratene Stück zum einen ins Deutsche und ins Englische übersetzt und zum anderen eine Uraufführung des Stückes realisiert. Die Regisseurin Yuri Birte Anderson hat das Stück im Juni 2022 im Staatstheater Braunschweig inszeniert, parallel hat an der Universität Zürich ein Seminar zum Thema stattgefunden.
Geschichten aus dem 'Kleinen Paris' Bulgariens. Eine Digitale Edition des Sbornik von Pop Punčo (1796) (Stiftung Empiris), 2020-2022
Im Projekt wird eine Online-Edition des "Sbornik von Pop Punčo" (NBKM 693) erstellt. Es ist ein Manuskript vom Ende des 18. Jahrhundert, aus einer Region intensiven kulturellen Austauschs. Das Dokument ist auf mehreren Ebenen einzigartig: die Sprache entspricht einem alten Zustand des transitionellen Dialekts zwischen dem Serbischen und Bulgarischen; der Inhalt zeigt eine kuriose Mischung von sakralen und sekulären Themen; der Autor, ganz im Gegensatz zur bisherigen Handschrifttradition, tritt sogar mit einem Selbstporträt hervor.
Das Ziel des Projektes ist es, diese Quelle für die moderne Sprachwissenschaft zu verarbeiten, basierend auf den vorhandenen Ergebnissen aus dem Projekt "'Ill-bred sons', family and friends: the multiple affiliations of Balkan Slavic". Dies betrifft die Herstellung eines durchsuchbaren Textkorpus mit morphologischer und syntaktischer Annotation. Dabei wird der Text auch als browser-fähige Edition für philologische Untersuchungen zur Verfügung stehen.
Behind Potemkin's Villages: Crimea Between Art and Crisis (SNF-Forschungsprojekt), 2020-2021
Das Projekt unternimmt einen Innenblick in Lebenswelten von Kulturschaffenden auf der
Halbinsel im Schwarzen Meer. Diese ist in der älteren, aber auch in der jüngeren Geschichte
mehrfach von Konflikten heimgesucht worden.
Projekt: Behind Potemkin's Villages: Crimea Between Art and Crisis (SNF-Forschungsprojekt)
Artists & Agents. Performancekunst und Geheimdienste (ERC-Grant), 2019-2020
Das Projekt Performance Art in Eastern Europe: History & Theory (1950-1990), das durch einen ERC Grant (European Research Council) finanziert und von Sylvia Sasse geleitet wurde, hat einen Überblick über die historische und transnationale Entwicklung der Performance-Art in Osteuropa zur Zeit der Diktaturen erarbeitet.
Projekt: Artists & Agents. Performancekunst und Geheimdienste (ERC-Grant)
Albanisch im Kontakt. Horizontaler Transfer und Identitätsstiftung in der Mehrsprachigkeitspraxis (SNF-Forschungsprojekt, DFG-Forschungsprojekt), 2019-2022
Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit sind zentrale Begriffe der schweizerischen Sprachpolitik und Sprachlandschaft und betreffen auch Herkunftssprachen von Migrantengruppen. Obwohl albanischsprachige Gemeinschaften (meist aus Kosovo und aus Mazedonien) seit den 1980er Jahren zu den grössten Migrantengruppen im deutschen Sprachraum und speziell in der Schweiz zählen, ist über die Sprache und das sprachliche Verhalten dieser mittlerweile mehrere Generationen umfassenden Sprechergemeinschaft trotz bedeutender Pionierwerke (Caprez- Krompàk & Selimi 2006; Schader 2006; Schader 2009; Schader & Hotz 2016; Selimi 2013) noch wenig bekannt. Angesichts der Tatsache, dass gesellschaftliche und wirtschaftliche Integration und Teilhabe sowie Identitätsbildung unentflechtbar mit Sprache, ermöglichter und geförderter Sprachpraxis und Sprachbewusstsein verbunden sind und immer waren, stellt die Untersuchung der herkunftssprachlichen Praxis und ihrer Interaktion mit den neuen Mehrheitssprachen ein dringendes Desiderat dar.
Ill-bred Sons, Family and Friends. Multiple Affiliations in Balkan Slavic (SNF-Forschungsprojekt), 2018-2022
The South Slavic dialect continuum is characterised by an intricate encounter of affiliations: genealogically, it is intersected by an old bundle of isoglosses differentiating West and East South Slavic, areally, parts of it – the ‘ill-bred’ sons, as Schleicher (1850) called them – share a number of morpho- syntactic innovations with their neighbouring non-Slavic languages. The resulting variation becomes visible most distinctly in the Torlak dialects. Being located at the peripheries of contemporary Serbian, Bulgarian and Macedonian, they are transitional between West and East South Slavic. Yet, spoken at the outskirts of the spread zones of Balkan innovations, they are transitional between Balkan Slavic (BS) and non-Balkan South Slavic as well. A linguistic description and analysis of Torlak thus calls for bringing together insight from dialectology and areal-typology in order to study the interaction of innovations diffused through language contacts with the inherited genealogical features.
Project: Ill-bred Sons, Family and Friends. Multiple Affiliations in Balkan Slavic (SNF-Forschungsprojekt)
Krise und Communitas. Performative Konzepte des Gemeinschaftlichen in der polnischen Kultur seit Beginn des 20. Jahrhunderts (SNF-Forschungsprojekt ), 2018-2022
Im 20. Jahrhundert brachten auch in Polen soziale und historische Krisenmomente unterschiedliche Konzepte des Gemeinschaftlichen hervor. Den Rahmen bildete das kommunistische Projekt: dessen theoretische Entwicklung, reale Umsetzung und schliessliche Überwindung. Das Forschungsprojekt untersucht den Kommunismus jenseits grosser Politik, in der polnischen Kunst und Kultur als politische Idee, kritische Utopie und soziale Realität.
(Dis-)entangling Traditions on the Central Balkans: Performance and Perception (TraCeBa) (SNF-Forschungsprojekt), 2018-2021
TraCeBa - a three-year project (July 2018 – July 2021) within the ERA.Net RUS Plus sub-programme of the FP7/Horizon 2020 programme.
The project explores converging and diverging tendencies in linguistic and cultural practices in the Central Balkans. The focus is on the Torlak region, which represented a linguistic and cultural unit until 1878, but which since the end of the 19th century has been divided by the Serbian-Bulgarian political boundary.
Specifically, the project investigates the role of boundaries – geographical, political, perceptual – on the transformation of linguistic and cultural traditions and their perception by the individual subjects. The investigation has an empirical basis, combining linguistic methods with language technology.
Sprachbeschreibung als Filter und Prisma: Die "Individualität" des Slovenischen (SNF-Forschungsprojekt), 2016-2019
Brozović (1988) beschreibt das gegenwärtige Slovenische als "eine der originellsten und individuellsten" slavischen Sprachen, als ein "hochgradig individuelles sprachliches Phänomen". Dies führt er auf einen Komplex an Faktoren zurück, nämlich "its material base, the way it evolved, its special paths of development and […] the specific circumstances in which it was elaborated" (1988: 185). Damit ist zugleich das Forschungsprogramm für das vorliegende Projekt skizziert, das am Beispiel des Slovenischen die Interaktion von interner Entwicklung, externen Impulsen sowie metasprachlichen Faktoren nachzeichnen will, die zur funktionalen Entwicklung sprachlicher Strukturen beiträgt.
Sturm auf den Winterpalast: Forensik eines Bildes (SNF-Forschungsprojekt), 2016-2018
Im Projekt haben Andri Hürlemann, Sylvia Sasse und Igor Chubarov die Massentheateraufführung "Vzjatie Zimnego dvorca" (Die Einnahme des Winterpalastes) und die Dokumentwerdung des Fotos rekonstruiert. Zu diesem Zwecke haben sie in verschiedenen Fotoarchiven in Russland und Weissrussland recherchiert sowie Rezensionen und Essays, die über das Massenschauspiel verfasst worden sind, ins Deutsche und Englische übersetzt. Entstanden ist ein Buch und eine Ausstellung, die alle Materialien zeigt.
Projekt: Sturm auf den Winterpalast: Forensik eines Bildes (SNF-Forschungsprojekt)
Reisend schreiben. Avantgardistische Topograf(i)en der frühen Sowjetunion (SNF-Forschungsprojekt), 2016-2018
"Der mediale Blick als Sozialkritik? Die Reiseskizze zu Beginn und nach dem Ende der Sowjetära" untersuchte mediale Praktiken reisender Kulturpräsentation in der frühen Sowjetunion anhand topografischer Arbeiten (Reiseskizzen, Reportagen, Fotografien, Filmskripte und Dokumentarfilme) im Kontext der mobilen Raum-Poetik der postrevolutionären Avantgarde. Sie verstand sich als Beitrag zum Verständnis einer der größten Utopien des 20. Jahrhunderts und spannte einen vergleichenden Bogen zu dokumentarischen Reisepräsentationen in postsowjetischer Zeit.
Projekt: Reisend schreiben. Avantgardistische Topograf(i)en der frühen Sowjetunion (SNF-Forschungsprojekt)
New Exploratory Phase in Research on East European Cultures of Dissent, (COST Action Proposal OC), 2016
Resistance and dissent in former socialist Europe 1945-1989 constitutes a remarkable chapter of Europe’s recent past, which not only informs in a decisive way the identities of post-socialist societies, but has also reshaped the continent as a whole and still provides an important reference for contemporary social movements worldwide.
Project: New Exploratory Phase in Research on East European Cultures of Dissent, (COST Action Proposal OC)
Sicherheit, Krieg und Frieden im Afghanistankonflikt, 1979-1989: Sowjetische Privatfotografie und Orientexpertise (SNF-Forschungsprojekt), 2016
Das vorgeschlagene Projekt untersucht die sowjetische Militärintervention in Afghanistan unter zwei Gesichtspunkten, in zwei eigenständigen aber eng miteinander verzahnten Subprojekten. In Subprojekt A "Afghanistankrieg und privater Bilddiskurs" werden von sowjetischen Soldaten in Afghanistan gemachte Fotoaufnahmen ikonografisch analysiert und mit der offiziellen Fotografie verglichen. Inwiefern korrespondieren sie mit der offiziellen Bildsprache, inwiefern weichen sie davon ab? Besitzen sie einen den offiziellen Diskurs widersprechenden, gar subversiven Inhalt? Subprojekt B "Sicherheit und sowjetisches Orientwissen" erforscht die Rolle der sowjetischen Orientexpertise für die beabsichtigte sozialistische Transformation Afghanistans unter sowjetischer Besatzung. Inwiefern haben sich sowjetische Orientexperten für politische Ziele einspannen lassen? In welcher Form haben sie an der Besatzung Afghanistans partizipiert oder davon gelernt?
The Ukraine conflict 2014 as a battlefield of competing legitimisation discourses (SNF-Forschungsprojekt), 2015-2017
This project focuses on the ongoing Ukraine conflict and describes it as a clash of different legitimisation discourses, including the Russian and Ukrainian official view, statements of the East Ukrainian separatist movements and the impact of these discourses on Polish and Czech discourses. It builds upon the preceding project entitled “Implicit communicative strategies of political discourse in today’s Russia, Poland and Czechia”, financed by the Swiss National ScientifIc Foundation from 2012 to 2015. To the three genres that were then under examination (parliamentary and televised debates, interviews) are now added governmental statements (presidential speeches, press releases, addresses to the Security Council and the UNO general assembly, etc.). Moreover, the current project includes one more language (Ukrainian, mainly for the analysis of parliamentary debates). The intended international cooperation with three partners (Prof. C. Ilie / Abu Dhabi, Prof. P. Cap / Łódź, Prof. R. Anderson / Los Angeles) will enable us to incorporate the official British and American views on the Ukraine issue into the overall picture and guarantee a solid backing of the whole project by a political scientist.
Energie und Macht: Eine kulturgeschichtliche Betrachtung von der frühen Sowjetzeit bis zum Russland der Gegenwart (SNF-Forschungsporjekt), 2015-2017
Energie ist das Herzstück jeder entwickelten Volkswirtschaft und steht aufgrund ihrer strategischen Bedeutung im engsten Umfeld des Politischen. Insbesondere im Fall rohstoffreicher und autoritär regierter Staaten kommt der Energie eine Bedeutung zu, die oft weit über das rein Volkswirtschaftliche hinausgeht. Die staatliche Kontrolle von Produktion, Verteilung und Verkauf von Rohstoffen kann als Mittel der Herrschaftssicherung im Innern ebenso wie als Instrument der Machtprojektion nach aussen dienen. Vorliegendes Forschungsprojekt geht dem Zusammenhang von Energie und Macht in seinen vielseitigen Beziehungen im Fall der Sowjetunion und Russlands nach.
Performance-Art in Osteuropa: Geschichte und Theorie (1950-1990) (ERC Grant), 2014-2019
Das Projekt Performance Art in Eastern Europe: History & Theory (1950-1990), das durch einen ERC Grant (European Research Council) finanziert und von Sylvia Sasse geleitet wurde, hat einen Überblick über die historische und transnationale Entwicklung der Performance-Art in Osteuropa zur Zeit der Diktaturen erarbeitet.
Projekt: Performance-Art in Osteuropa: Geschichte und Theorie (1950-1990) (ERC Grant)
Literatur und Kunst vor Gericht: Fokus Osteuropa (SNF-Forschungsprojekt), 2014-2017
Das Forschungsprojekt befasste sich mit Gerichtsprozessen gegen literarische und künstlerische Werke sowie deren Autoren und Kuratoren; ein besonderer Fokus lag auf der russischen Literatur und Kunst seit 1990. Grundlage der Analyse bildeten die Dokumente der Gerichtsprozesse (Anklageschriften, Verteidigungsschriften, Gutachten der Experten aus Literatur- und Kunstwissenschaft, Protokolle von Zeugenaussagen, Urteile), die Inszenierung der Gerichtsprozesse (öffentlich versus nichtöffentlich, Auftritte der Ankläger, Verteidiger, Richter, Zeugen, Rolle des Publikums) und die mediale Inszenierung ausserhalb des Gerichtssaales.
Projekt: Literatur und Kunst vor Gericht: Fokus Osteuropa (SNF-Forschungsprojekt)
Sicherheit, Krieg und Frieden in der Sowjetunion und Russland (SNF-Forschungsprojekt), 2013-2015
Das vorgeschlagene Projekt untersucht, wie sich die sowjetischen und russländischen Sicherheitsbegriffe verändert und entwickelt haben. Sicherheit wird an der Schnittstelle zwischen Krieg und Frieden lokalisiert, sodass deren Darstellung, besonders in visuellen Medien, in den Mittelpunkt des Projekts rückt. Die Untersuchung strukturiert sich um Schlüsselereignisse der Ära Brežnev und des gegenwärtigen Russlands während der Amtszeit Putins. Gemeinsamkeiten und Unterschiede, gerade im Hinblick auf den Sicherheitsbegriff, machen eine vergleichende Analyse der beiden Zeiträume besonders spannend. Theoretisch werden Diskurstheorie und Securitization-Theorem kombiniert. Methodisch werden vor allem visuelle Medien untersucht, wie Filme oder Plakate, aber auch Zeitzeugen befragt.
Projekt: Sicherheit, Krieg und Frieden in der Sowjetunion und Russland
Implizite und explizite Kommunikation im politischen Diskurs Russlands, Polens und Tschechiens (SNF-Forschungsprojekt), 2012-2016
Abstract: The project aims at elucidating a wide range of different types and functions of implicit communication in three genres of political discourse (parliamentary debates, TV talk shows, print and TV interviews) in contemporary Russia, Poland and Czechia. It will examine the interplay of such techniques as irony, rhetorical questions, fresh metaphors, quotations of winged words from literature and film, of proverbs, popular sayings, and ad slogans etc., with the explicit messages conveyed by the speaker. What do the implicit messages contribute to neutral and polemical argumentation, the overall (im)politeness management, the speaker’s self-presentation, the entertainment of the audience?
Sergej Tret'jakovs (anti-)sowjetische Raumpoetik (SNF-Forschungsprojekt), 2012-2015
Das Projekt hatte zum Ziel, Sergej Tret'jakovs (1892-1937) topografische und ethnologische Arbeiten (Reiseskizzen, Zeitungsartikel, Fotographien, Filmskripte) im Kontext der Raumpoetik der postrevolutionären Avantgarde und in Wechselbeziehung mit einer sich immer deutlicher herausbildenden sowjetischen Geopolitik und Ethnologie zu untersuchen.
Projekt: Sergej Tret'jakovs (anti-)sowjetische Raumpoetik (SNF-Forschungsprojekt)
Energie und Macht: Eine kulturgeschichtliche Betrachtung von der frühen Sowjetzeit bis zum Russland der Gegenwart (SNF-Forshcungsprojekt), 2011-2015
Im Zentrum dieses Forschungsprojekts steht die Analyse der sowjetischen und russländischen Energiepolitik unter Berücksichtigung kulturgeschichtlicher Zugänge. Energie ist das Herzstück jeder entwickelten Volkswirtschaft und steht aufgrund ihrer strategischen Bedeutung im engsten Umfeld des Politischen. Gerade im Fall von rohstoffreichen und autoritär organisierten Staaten wie die Sowjetunion und Russland lässt sich beobachten, dass Energie eine Bedeutung hat, die weit über das Volkswirtschaftliche hinausgeht.
Literatur und Kunst vor Gericht (SNF-Forschungsprojekt), 2011-2013
Das Forschungsprojekt befasste sich mit Gerichtsprozessen gegen literarische und künstlerische Werke sowie deren Autoren und Kuratoren; ein besonderer Fokus lag auf der russischen Literatur und Kunst seit 1990.
Grundlage der Analyse bildeten die Dokumente der Gerichtsprozesse (Anklageschriften, Verteidigungsschriften, Gutachten der Experten aus Literatur- und Kunstwissenschaft, Protokolle von Zeugenaussagen, Urteile), die Inszenierung der Gerichtsprozesse (öffentlich versus nichtöffentlich, Auftritte der Ankläger, Verteidiger, Richter, Zeugen, Rolle des Publikums) und die mediale Inszenierung ausserhalb des Gerichtssaales.
Projekt: Literatur und Kunst vor Gericht (SNF-Forschungsprojekt)
Zwischen Widerstand und Anpassung: Staatsbildungsprozesse und gesellschaftlicher Wandel im Nordkaukasus, 1864-1991 (SNF-Forschungsprojekt), 2008-2011
Ziel dieses Projekts ist es, über die Betrachtung von Staatsbildungsprozessen Einsicht in die damit in Zusammenhang stehenden Konflikte und gesellschaftlichen Veränderungen im Nordkaukasus im Zeitraum 1924-1956 zu gewinnen. Angestrebt wird die Abfassung einer Monographie, die gleichzeitig als Habilitationsschrift an der Universität Basel eingereicht werden soll.
Sprachkraft und Gedankenmacht. Rezeptionstheorien und -experimente in der russischen und sowjetischen Moderne (DGF-Forschungsprojekt), 2007-2010
Sprachkraft und Gedankenmacht. Rezeptionstheorien und -experimente in der russischen und sowjetischen Moderne. Gegenstand des Projektes waren Theorien und Experimente in der russischen und sowjetischen Moderne, die die unmittelbare Wirkung von (künstlerischer) Sprache und die Möglichkeit einer Übertragung von Gedanken erforscht und behauptet haben.